Gefahren für die Menschheit -
Ein Blick in die Science Fiction-Geschichte (Teil 3)

Die 80er Jahre -
Apokalypsen und Friedensbotschaften

Mit dem wieder akuter werdenden Ost-West-Konflikt und einem neu angeheizten nuklearen Rüstungswettlauf rückte Anfang der 80er Jahre auch im Science Fiction-Genre die atomare Bedrohung wieder ins Blickfeld.

In dem Fernsehfilm The Day After von Nicholas Meyer kommt es zum Krieg zwischen den Supermächten. Kurz nachdem die USA ihre Interkontinentalraketen gestartet haben, schlagen "(a)uf der Autobahn nach Kansas City (...) hintereinander zwei Atombomben" ein. (Das Heyne-Lexikon des Science Fiction-Films. München 1993. S.154). In Das letzte Testament fallen ebenfalls die Atombomben. Nach einer kurzen Warnung an die Bevölkerung ist plötzlich "überall ein gleißendes Licht, das sofort wieder erlischt. Der Kontakt zur Außenwelt ist abgebrochen". (Das Heyne-Lexikon des Science Fictions-Films. München 1993. S.490).

James Camerons Terminator datiert die Apokalypse auf den 29.August 1997. Und hier kommt die Menschheit selbst nach dem großen Knall nicht zur Ruhe, denn im Jahr 2029 kämpfen sie gegen "Computer und ihre Roboter-Vasallen", die sie "ausrotten wollen". (Das Heyne-Lexikon des Science Fictions-Films. München 1993. S.767).

Ebenso kriegerisch schildern die drei Mad Max-Filme mit Mel Gibson die Zukunft, nachdem die Auswirkungen eines schrecklichen Ölkrieges die Zivilisation haben zusammenbrechen lassen.

Eine ähnlich apokalyptische Vision ist John Carpenters Die Klapperschlange. Hier ist Manhatten "ein gigantisches Gefängnis mit drei Millionen Kriminellen, die ihre eigene Gesellschaft errichtet haben. Alle Verbindungen zur Außenwelt sind gekappt; um die Insel herum ist zur Bewachung eine Polizei-Armee stationiert." (Der Science Fiction Film. München 1983. S.233). Als ob das noch nicht genug wäre, steht die Welt "am Rand eines allesvernichtenden Atomkrieges" und die einzig mögliche Rettung "ist ein Schwerverbrecher", den man "schon zum Leben in Manhatten verurteilt" hat. (Das Heyne-Lexikon des Science Fiction-Films. München 1993. S.452).

Trotzdem ging nicht in allen SF-Produktionen der 80er die Welt unter oder versank im Krieg. In Peter Hyams’ 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen steht ein Krieg zwischen den Supermächten wegen einer Krise zwar ins Haus, bricht aber nicht aus. Die Krise geht am Ende in einen Weltfrieden über, nachdem eine göttliche Macht Jupiter in eine zweite Sonne verwandelt und eine Botschaft an die Welt geschickt hat: All diese Welten könnte ihr in Besitz nehmen, nur nicht den Jupitermond Europa. Versucht nie auf ihm zu landen. Nutzt sie gemeinsam und in Frieden.

In Wolfgang Petersens Enemy Mine - Geliebter Feind liefert ein Krieg nur den Hintergrund, um zwei Feinde auf einer Welt abstürzen zu lassen, wo sie sich "zusammenraufen müssen" und schließlich in Frieden und Eintracht miteinander" leben. (Das Heyne-Lexikon des Science Fiction-Films. München 1993. S.214).

1987 zeichnete sich nach vierzig Jahren Konfrontation das Ende des Kalten Krieges ab. Michael Gorbatschow war seit zwei Jahren Staatschef der Sowjetunion und bot dem Westen an, alle Mittelstreckenwaffen abzuschaffen. Nach anfänglichem Misstrauen ging der Westen schließlich auf Gorbatschows Angebote ein.

Genau in diesem Jahr lief in den Vereinigten Staaten die Serie Star Trek - The next Generation an, und auch in dieser Welt war der Kalte Krieg zwischen der Föderation und ihrem größten Rivalen, dem Klingonischen Reich, beendet worden.

Die Science Fiction-Filme der 80er Jahre klangen mit einem Film aus, der, wie schon 2010 fünf Jahre zuvor, die reale Bedrohung durch einen nuklearen Krieg und das auftauchen Außerirdischer miteinander verband. James Camerons The Abyss. In der Geschichte ist die Zerstörung des Atom-U-Bootes Montana der Auslöser einer internationalen Krise. Ein Marineteam macht sich auf die Suche nach dem U-Boot und entdeckt in den Tiefen des Ozeans ein geheimnisvolles Leuchten, hinter dem der paranoide Lieutenant Coffey die Russen vermutet, obwohl es in Wahrheit außerirdischen Ursprungs ist. Wie sich schließlich herausstellt, sind die Außerirdischen friedlich. Sie sind "vor Jahrtausenden auf der Erde gelandet" und fürchten nun einen Atomkrieg zwischen den Menschen. (Das Heyne-Lexikon des Science Fiction-Films. München 1993. S.24). Durch ihr Auftauchen wird die Katastrophe verhindert und die Menschheit geeint. 

Von Eric Z.

Literaturhinweise zu
"Gefahren für die Menschheit - Ein Blick in die Science Fiction-Geschichte (Teil 4)

Hahn, Roland M. / Jansen, Volker unter Mitarbeit von Wolf Jahnke:
"Das Heyne-Lexikon des Science Fiction Films. 1500 Filme von 1902 bis heute"
München 1993

Hellmann, Christian:
"Der Science Fiction Film"
München 1983

Beitrag von: Eric Z.
Patin: Alexandra M.

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